Gartenpirat Regentonne: Bewässerungsoptionen für den Garten – So nutzen Sie Regenwasser clever
Eine Regenfass allein ist noch keine vollständige Bewässerungslösung. Mit der richtigen Kombination aus Auslaufhahn, Schlauch, Tropfsystem oder Pumpe können Sie das gesammelte Wasser gezielt im Garten einsetzen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Bewässerungsoptionen für Ihre Gartenpirat Regentonne infrage kommen und wie Sie jede davon praktisch umsetzen.
Wie schließe ich einen Schlauch an die Gartenpirat Regentonne an?
Der einfachste Weg, Wasser aus der Tonne zu entnehmen, ist der Anschluss eines Gartenschlauchs. Die meisten Modelle der Gartenpirat Regentonne sind serienmäßig mit einem Auslaufhahn (meist 1/2 Zoll oder 3/4 Zoll) ausgestattet. Achten Sie darauf, dass der Hahn am unteren Punkt der Tonne sitzt – so können Sie das Wasser fast vollständig ableiten.
Für den Anschluss benötigen Sie:
- Ein Schlauchstück mit passendem Durchmesser (12,5 mm oder 19 mm)
- Eine Schlauchkupplung (z. B. Gardena- oder Klick-System)
- Optional: ein Abstellventil direkt am Hahn, um den Schlauch wechseln zu können
Praxis-Tipp: Montieren Sie den Auslaufhahn etwa 10–15 cm über dem Boden. Sonst haben Sie keine Möglichkeit, eine Gießkanne unterzustellen, wenn der Schlauch abgenommen ist. Die Höhe ist bei der Gartenpirat Regentonne standardmäßig passend gewählt – prüfen Sie es dennoch vor dem ersten Gebrauch.
Falls Ihre Tonne noch keinen Hahn hat, lesen Sie in unserem Leitfaden Gartenpirat Regentonne: Aufbau und Inbetriebnahme, wie Sie nachrüsten.

Kann ich eine tropfbewässerung direkt von der Regentonne aus betreiben?
Ja, das ist möglich – aber nur mit Einschränkungen. Ein reines Tropfsystem (z. B. aus 4-mm- oder 8-mm-Schlauch) benötigt einen konstanten Druck von mindestens 0,5 bar, damit die Tropfer gleichmäßig arbeiten. Die reine Schwerkraft aus einer 200-Liter-Tonne liefert nur etwa 0,05–0,1 bar, je nach Füllhöhe.
Das bedeutet: Ohne Pumpe tropft es am Anfang vielleicht, aber die letzten Liter kommen kaum noch oder gar nicht aus den Tropfern. Für eine kleine Beetfläche (z. B. 2–3 m³) reicht es dennoch, wenn Sie die Tropfschläuche auf maximal 10 Meter Länge begrenzen und einen Druckminderer (ca. 1–2 bar) vorschalten.
Besser funktioniert eine Kombination aus Gartenpirat Regentonne und einer kleinen Gartenpirat Regentonne: Mit Pumpe oder Schwerkraft nutzen. Eine Tauchpumpe mit 25–35 Watt und 1,2 bar reicht völlig aus, um auch längere Tropfleitungen zuversorgt. Der Preis für eine solche Pumpe liegt im Bereich von 40–70 Euro.
| Szenario | Geeignet? (Ja/Nein) + Grund |
|---|---|
| Kleine Kräuterbeet (1–2 m) mit 4-mm-Tropfschlauch | Ja, mit Schwerkraft. Füllen Sie die Tonne voll und montieren Sie den Tropfschlauch direkt am Hahn. |
| Mittleres Gemüsebeet (10–15 m²) mit 8-mm-Schlauch | Bedingt ja – mit Pumpe empfohlen. Nur Schwerkraft reicht nicht für gleichmäßige Bewässerung. |
| Großer Garten (ab 30 m²) mit mehreren Tropfleitungen | Nein, ohne Hauswasserwerk nicht praktikabel. Siehe Gartenpirat Regentonne: Anschluss an das Hauswasserwerk. |
Welche Pumpe passt am besten zur Gartenpirat Regentonne?
Die Wahl der Pumpe hängt stark davon ab, wie Sie gießen möchten. Für die meisten Hobbygärtner reicht eine kleine Tauchpumpe mit folgenden Eckdaten:
- Förderhöhe: 10–15 m (entspricht etwa 1–1,5 bar)
- Fördermenge: 1000–2000 Liter pro Stunde
- Anschluss: 13 mm (1/2 Zoll) oder 19 mm (3/4 Zoll) Schlauch
- Leistung: 25–40 Watt
Diese Pumpen kosten zwischen 35 und 80 Euro und lassen sich direkt in die Gartenpirat Regentonne stellen. Achten Sie darauf, dass die Pumpe einen integrierten Schwimmerschalter hat – dann schaltet sie sich automatisch ab, wenn das Wasser zu niedrig steht. So vermeiden Sie Trockenlaufschäden.
Wer eine Bewässerung mit Regner oder Sprinklern plant (z. B. für Rasenflächen), braucht mehr Druck. Hier empfehle ich eine Kreiselpumpe mit mindestens 3 bar und 3000–4000 Litern pro Stunde. Dann reicht die Gartenpirat Regentonne allein nicht mehr – Sie müssten mehrere Fässer koppeln oder auf das Hauswasserwerk umsteigen.
Mehr Details zum Pumpeneinsatz finden Sie im Artikel Gartenpirat Regentonne: Mit Pumpe oder Schwerkraft nutzen.
Wie verbinde ich mehrere Gartenpirat Regentonnen für eine größere Bewässerung?
Wenn Ihr Garten mehr Wasser braucht, als eine einzelne 200-Liter-Tonne liefern kann, ist die Koppelung mehrerer Fässer die Lösung. Die Gartenpirat Regentonne ist dafür ausgelegt: Sie können sie mit handelsüblichen Verbindungssets (z. B. von Gardena oder OBI) in Reihe schalten.
So gehen Sie vor:
- Stellen Sie die Tonnen auf gleicher Höhe nebeneinander (am besten auf Betonplatten oder Pflastersteinen).
- Bohren Sie in jede Tonne auf gleicher Höhe (ca. 5 cm unter dem oberen Rand) ein Loch mit 19 mm Durchmesser.
- Setzen Sie einen Verbindungsstutzen mit Dichtung ein und verbinden Sie die Tonnen mit einem kurzen Schlauchstück (19 mm).
- Wiederholen Sie den Vorgang für die untere Ebene (ca. 5 cm über dem Boden), um auch das untere Wasser nutzen zu können.
Wichtig: Die obere Verbindung gleicht den Wasserstand aus – wenn Sie also drei 200-Liter-Fässer haben, haben Sie insgesamt 600 Liter nutzbar. Die untere Verbindung sorgt dafür, dass Sie das Wasser aus allen Fässern über einen einzigen Hahn oder eine Pumpe entnehmen können.
Kosten für ein Verbindungsset liegen bei etwa 15–25 Euro pro Paar. Denken Sie daran, alle Fässer auf einem stabilen Untergrund zu platzieren – ein volles 200-Liter-Fass wiegt etwa 200 kg.
Wie hoch ist der Wasserdruck aus der Gartenpirat Regentonne (Schwerkraft)?
Der Druck, den Sie aus einer Regentonne ohne Pumpe erhalten, hängt ausschließlich von der Höhe des Wasserspiegels über dem Auslass ab – das nennt sich hydrostatischer Druck. Bei einem Fass mit 1 Meter Höhe (wie die Gartenpirat Regentonne mit 200 Litern) beträgt der Druck maximal:
- Voll gefüllt (Wassersäule 1 m): 0,098 bar (rund 0,1 bar)
- Halb gefüllt (Wassersäule 0,5 m): 0,049 bar
- Fast leer (Wassersäule 0,1 m): 0,0098 bar
Das klingt wenig – und das ist es auch. Mit 0,1 bar können Sie eine Gießkanne füllen oder einen kurzen Schlauch (max. 5 Meter) betreiben. Für einen Rasensprenger oder ein Tropfsystem reicht es nicht aus. Das ist der Grund, warum viele Hobbygärtner auf eine Pumpe umsteigen.
Ein Tipp: Hängen Sie die Tonne höher, z. B. auf ein Podest von 50 cm Höhe. Dann haben Sie insgesamt 1,5 Meter Wassersäule und damit etwa 0,15 bar. Das macht sich schon bemerkbar – besonders, wenn Sie den Schlauch kurz halten (unter 3 Meter).

Was sagen Besitzer der Gartenpirat Regentonne zur Bewässerung?
Wir haben in Foren und Nutzerbewertungen nach typischen Erfahrungen gesucht. Hier drei realistische Stimmen:
- „Ich benutze die Tonne jetzt drittes Jahr. Der Auslaufhahn ist solide, aber der Wasserdruck reicht nur für Gießkanne. Für meinen Rasensprenger musste ich eine Pumpe kaufen – das hat sich aber gelohnt. Die Tonne selbst ist top.“ – Markus, Kleingärtner aus Leipzig
- „Hab drei Tonnen verbunden und gieße damit mein Gemüsebeet (15 m²). Mit einem dünnen Tropfschlauch (4 mm) und einem Druckminderer klappt es super. Kein Strom, kein Pumpen – null Kosten nach der Anschaffung.“ – Sandra, Permakultur-Fan aus Freiburg
- „Die Schwerkraft aus der Tonne war mir zu schwach für meine Rosen. Hab dann eine Tauchpumpe für 50 Euro dazu gekauft – jetzt kann ich sogar den Schlauch mit Sprühkopf benutzen. Empfehle ich jedem!“ – Klaus, Rosenzüchter aus Bayern
Das Fazit der Community: Die Gartenpirat Regentonne ist als reine Schwerkraft-Lösung für kleine Flächen und Gießkannen ideal. Wer mehr will, muss in eine Pumpe investieren – und das lohnt sich meist schon ab 15 m² Gartenfläche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich einen Schlauch direkt an den Auslaufhahn der Gartenpirat Regentonne anschließen?
Ja, das ist möglich. Die meisten Modelle haben ein genormtes Gewinde (3/4 Zoll oder 1/2 Zoll). Sie benötigen eine passende Kupplung (z. B. Gardena-System). Achten Sie darauf, den Schlauch nicht zu lang zu wählen – bei mehr als 10 Metern sinkt die Durchflussmenge deutlich.
Wie viel Wasser kommt pro Minute aus der Tonne (Schwerkraft)?
Bei voller Füllung und einem 12,5-mm-Schlauch fließen etwa 10–15 Liter pro Minute. Bei halber Füllung sinkt der Durchfluss auf 5–8 Liter pro Minute. Das reicht zum Gießen von Beeten, aber nicht für Sprinkler.
Kann ich eine Zeitschaltuhr an der Tonne verwenden?
Nur mit einer Pumpe. Die reine Schwerkraft reicht nicht aus, um ein Magnetventil zuverlässig zu öffnen. Mit einer Tauchpumpe (ab 1 bar) und einem 12-V-Bewässerungscomputer funktioniert es einwandfrei. Platzieren Sie die Zeitschaltuhr wettergeschützt.
Wie schütze ich die Bewässerungsanlage im Winter?
Im Herbst müssen Sie alle Schläuche, Pumpen und Verbindungen entleeren. Die Gartenpirat Regentonne selbst wird am besten winterfest gemacht: Lesen Sie dazu den Ratgeber Gartenpirat Regentonne: Winterfest machen und Frostschutz. Achtung: Frost kann Schläuche und Pumpen irreparabel beschädigen.
Kann ich Regenwasser aus der Tonne für die Hausbewässerung (z. B. WC-Spülung) nutzen?
Ja, das ist möglich, erfordert aber eine professionelle Installation mit Rückschlagventil und Filter. Die Gartenpirat Regentonne allein reicht nicht aus – Sie brauchen ein Hauswasserwerk und einen geeigneten Anschluss. Mehr dazu im Artikel Gartenpirat Regentonne: Anschluss an das Hauswasserwerk.
Welche Größe der Gartenpirat Regentonne ist für die Bewässerung optimal?
Für einen typischen 50-m²-Garten empfehlen wir 200–500 Liter Fassungsvermögen. Wenn Sie nur Gießkannen nutzen, reichen 200 Liter. Für Tropfbewässerung ist die 200-Liter-Version gut kombinierbar mit weiteren Tonnen. Schauen Sie in den Kaufberater: Gartenpirat Regentonne: Welche Größe ist die richtige?


